6 Hunde und 1 Kater 

Puppi

ein echter Sir

Apoll of White Mountain

entschied sich, nach der Trennung von meinem damaligen Lebenspartner bei mir zu bleiben. Er war ein echter Sir, feinfühlig, intelligent und sicher in seinem Sozialverhalten Artgenossen aber auch anderen Tieren gegenüber. Puppi war ein wunderbarer Begleiter. 

Das altmodisch klingende Attribut TREU passte auf ihn wie auf keinen anderen.



Mit knapp 14 Jahren musste ich ihn gehen lassen und widmete ihm einen Artikel im Hundemagazin WUFF, für das ich damals noch häufig schrieb. Hündin Sui, die bald darauf bei uns einzog, lernte er noch kennen. 










SUI

mein Lebenshund



Sui war eineinhalb, als ich sie im Tierheim kennenlernte. Es war die vielgerühmte "Liebe auf den ersten Blick", mein erster kleiner Hund. Doch so groß, was ihre Persönlichkeit betraf.

Sui war meine Seelentrösterin, meine beste Freundin, meine kluge Chefin, mein geliebtes "Mäuserl". Sie lehrte mich, dass man weder groß noch stark sein muss, um den Ton anzugeben.

Und sie zaubert immer noch ein Lächeln in mein Gesicht.

Prinz

mein Schäferbub

11 Jahre Tierheim

So lange lebte Prinz in einem Tierheim. Er ließ sich von niemandem anfassen. Trotzdem leistete er dort tolle Arbeit, denn Artgenossen gegenüber zeigte er sich souverän, fürsorglich und äußerst kompetent.

Vorbild für Youngsters

Vor allem Junghunde profitierten von der ruhigen Ausstrahlung des Schäferrüden. Prinz lebte noch zweieinhalb Jahre bei mir und bewies mir, dass Entwicklung und Lernen ein lebenslanger Prozeß ist. Wir verbrachten eine wunderbare Zeit zusammen. Die damals noch junge Sui nahm er gern unter seine Fittiche.










NICK

der Unvermittelbare

9 Jahre im Tierheim

Nick galt als unvermittelbar, unverträglich mit Artgenossen, schwierig im Zusammensein mit Menschen und zerstörerisch im Umgang mit der Einrichtung seines Zwingers. Ich lernte ihn mit vier Jahren kennen und betreute ihn lange Zeit im Tierheim. Er litt ganz besonders unter dem Stress, den ihm die Nähe so vieler Artgenossen bereitete.

Nick zieht bei uns ein

Mehr als zwei Jahre brauchte ich, um Nick und meine kleine Hündin Sui nach dem Tod von Prinz aneinander zu gewöhnen. Manchmal war ich mutlos, doch ans Aufgeben dachte ich nie. 

Unser Traum wurde Wirklichkeit und Nick ein echter Gentleman.

Durch ihn lernte ich auf eindrucksvolle Weise, dass nichts unmöglich ist, wenn man bereit ist, dafür zu kämpfen und Geduld zu haben. Nick wurde fast 15 Jahre alt.

Santos

Nomen est Omen

Auch Santos stammt aus dem Tierheim. Als ich ihn kennenlernte, lebte unser Nick noch. Ich betreute den imposanten weißen Schäferhund, der herrenlos aufgefunden worden war. Alle Vermittlungsversuche scheiterten, er verbrachte fast zwei Jahre hinter Gittern. 

Nachdem die erste Trauer um unseren lieben Nick überwunden war, stellten wir Santos unserer kleinen Sui vor. Er durfte bei uns einziehen. Santos war nicht nur bildschön, er war ein unendlich liebenswerter, gutherziger und anhänglicher Hund, der uns viel Freude schenkte. Viel zu früh mussten wir von Santos Abschied nehmen.

Alwin

unser sanfter Riese












Alwin und seine Geschwister

Viel Geld wollte ein im Waldviertel ansässiger Türke mit einem Wurf Kangals verdienen, doch er konnte nur zwei Welpen verkaufen. Ich half bei der Vermittlung von sieben Wurfgeschwistern und sorgte für die Kastration der Mutterhündin.

Alwin kam als letzter ins Tierheim. Ich kümmerte mich um ihn, weil ich meine Erfahrungen mit diesen faszinierenden Herdenbegleithunden vertiefen wollte. Als er sehr krank wurde, zog er bei uns ein. Er erholte sich bald und blieb.















Ruhig, besonnen und wache Sinne

Alwin ist mein erster Herdenbegleithund und ich muss zugeben, dass seine Eigenständigkeit in manchen Belangen ein Umdenken erfordert. Wer so wie ich keinen Wert auf Kadavergehorsam legt, kann meine Freude nachvollziehen, Alwin beim Erwachsenwerden zu erleben.

Kater Romily

hat mit 21 zu uns gefunden

Als unser Tierarzt anrief und mir von einem 21-jährigen Kater erzählte, der wegen Unsauberkeit eingeschläfert werden sollte, sagte ich spontan zu, ihn aufzunehmen. Das war im November 2016.

Es ist kaum zu glauben, dieser Prachtkerl ist tatsächlich so alt. Ich bin sehr dankbar, dass Romily zu uns gefunden hat. Er tröstete mich in der schweren Zeit, nachdem Sui völlig überraschend von uns gegangen war. Er wurde mein Tröstekater. Er gewöhnte sich in seinem hohen Alter noch an unseren Riesen Alwin und ist der unbestrittene Boss im Haus. 

Wir haben jeden Tag mit unserem charismatischen Haudegen genossen, dem es spielend gelang, meinen Mann und mich innerhalb weniger Monate mit Liebe, Geschnurre und feuchten Katzenküssen zu seinen persönlichen Butlern zu erziehen. 

Ende 2018 musste ich meinen über alles geliebten Herzenskater Romily gehen lassen.